Yoga Auszeit im Lykia bei Adrasan (Türkei)

By 23. Mai 2018lese-ecke

Nach dem Auszug aus der Viktoriastraße war es Zeit für eine Auszeit und diese begann mit einer Yogawoche im Lykia bei Adrasan in der Türkei.

Das wichtigste vorweg. Ich habe mich im Lykia richtig wohl gefühlt und konnte die Tage dort sehr genießen. Man kann viel unternehmen, aber auch einfach nur da sein und nichts tun. Ich hab mir für Letzteres entschieden und das Nichtstun wurde nur durch Essen, Schlafen und Yoga unterbrochen.

Das Lykia liegt ca. 60 Kilometer südlich von Antalya an der lykischen Küste und ist ein bezauberndes kleines Bungalow-Ressort inmitten eines herrlichen Gartens mit Zitronen- und Orangenbäumen und kuscheligen weich gepolsterten Ruheinseln, sogenannten „köşk“. Allein der Garten und die „köşk“, die man auch am (frisch renovierten) Pool findet, laden zu ausgiebigem Faulenzen ein.

Die Bungalows sind einfach möbliert, haben aber alles, was man braucht. Im Garten leisten Hühner als natürlicher „Insektenschutz“ hervorragende Arbeit, vier Hauskatzen kümmern sich um die Mäuse und zwei Hunde verteidigen verantwortungsbewusst das Revier der Gäste. Beide Hunde sind für Lob und Streicheleinheiten sehr empfänglich.

Das Lykia wird von Nina und ihrem Mann Ismael geführt, die sehr um das Wohl der Gäste besorgt und stets mit Rat und Tat zur Stelle sind, wenn man etwas braucht. Ich habe einiges gebraucht. Nämlich 4 zusätzliche Bettdecken, die als Matrazenauflage verwendet wurden. Die Matrazen darf man ohne zu übertreiben als hart bezeichnen. Und so wurde die Matraze mit Bettdecken aufgepolstert, bis mein Rücken glücklich war. Mich hat es sehr beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit mir dieser Service zuteil wurde!

Das Essen ist vegetarisch mit Tenzend zu vegan. Täglich frisch und schmackhaft gekocht, kann man sich vom Buffet nehmen so viel man will. Ich bin bekennender Fleischesser und habe mich die ganze Woche auf den Grillabend am Samstag gefreut. Wer zwischen Frühstück, Mittagessen und Abendessen einen kleinen Hunger verspürt, kann sich Obst und Naschereien aus der Kühltheke nehmen. Das Frühstück im Lykia bietet eine große Auswahl, von Rührei/Spiegelei oder Pfannkuchen, bis hin zum mundgerecht zubereiteten Obstsalat und selbst gemachten Marmeladen. Die Zitronenmarmelade….köstlich!

Der einzige Wermutstropfen war für mich das Brot. Da wäre ich gerne Scotti von der Enterprise gewesen, um mir Brot von der Münchner Hofpfisterei herbeamen zu können. Aber, in anderen Ländern sind die Dinge einfach anders.

Wir waren eine kleine Gruppe mit 8 Yoginis und hatten viel Platz. Das Yogahaus verfügt über einen Holzofen und weil es noch ein bisschen kühl war, wurde er abends vor der Yogastunde angefeuert. Das Holzfeuer verbreitete eine wohlig angenehme Atmosphäre, die gerade abends toll zu ruhigen Yogastunden passt. Es ist alles an Equipment vorhanden, was man als Yogin(i) braucht und es ist auch alles in Schuss und gepflegt. Den schönen Pavillon (siehe Foto) konnten wir aufgrund der kühlen Temperaturen leider nicht genießen. Nächstes Mal…

Wir waren eine bunt gemischte kleine Gruppe, im Alter von Ende 30 bis Ende 60, von sehr beweglich bis ziemlich steif, von sehr dünn bis griffig, von Anfänger bis langjährige Yogaerfahrung. Eine solche Mischung ist eine Herausforderung für jeden Yogalehrer.

Die Massagen haben meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Da der Masseur eine symphathische und  angenehme Art den Gästen gegenüber hat, vermute ich, dass er einfach nur zwei schlechte Tage hatte.

Wer ins Lykia fährt MUSS nicht yogen. Es werden auch Wanderwochen angeboten und man kann, wie schon geschrieben, auch einfach nur da sein und die Zeit genießen. Alles kann, nichts muss. Am Besten schaut man sich die Webseite an: https://www.aktive-auszeit.de/

Liebe Nina, lieber Ismael, liebes Lykia-Team, ich habe mich bei Euch sehr wohl gefühlt und komme wieder, so es mein Kalender erlaubt. Der Bericht spiegelt meine persönlichen und daher höchst subjektiven Eindrücke und ist nicht maßgeblich für andere. Was mir auch noch besonders gut gefallen hat, ist, dass es eine Yogawoche war, in der sich nicht alles um Yoga, um die richtige Matte, die angesagte Klamotte gedreht hat. Wir haben viele nette Unterhaltungen geführt, aus erster Hand etwas über die Situation der Menschen in der Türkei erfahren und einfach die Zeit genossen haben. Ganz lieben Dank dafür!