Yoga für Anfänger (4)

By 19. April 2017lese-ecke

Ein Mini-Sonnengruß

Wenn in Magazinen über Yoga berichtet wird, wird nicht selten der „Sonnengruß“ gezeigt. Er ist bekannt, es gibt ihn in vielen verschiedenen Variationen und für manchen Yoginis ist eine Yogastunde ohne Sonnengruß keine „richtige“ Yogastunde.

Ich mag ihn auch. Mal ganz langsam, meditativ und mal dynamisch mit eher anspruchsvollen Asanas im Mittelteil. Kommt immer auf meine Stimmung und Tagesform an.

Anfänger sind mit dem klassischen Sonnengruß mitunter noch überfordert und deshalb kann man ihn in einer Miniversion üben. Voraussetzung ist, dass man mit dem Fersensitz zurecht kommt.

Den sollten Anfänger erstmal in Ruhe üben und schauen, wie es sich anfühlt. Wie immer, wenn man sich im Yoga an eine Position (Asana) herantastet, ist man gut beraten, sich Zeit zu lassen. Schnell, schnell ist selten gut, denn Muskeln, Sehnen und Gelenke müssen sich erst an die ungewohnte Sitzposition gewöhnen. Wie auf dem Foto zu sehen, kann man mit Hilfsmitteln arbeiten, einen Klotz und oder eine Decke verwenden. Der Oberkörper ist aufgerichtet/gerade.

Der Mini-Sonnengruß (siehe Foto) ist einfach und ich meine, anhand des Fotos auch gut nachzuvollziehen. Trotzdem noch ein Wort zur Ausführung. Will man vom Fersensitz in den Kniestand, ist das eine Bewegung, die mit Kraft der Oberschenkelmuskulatur ausgeführt wird. Man hat die Hände im Fersensitz zwar entspannt auf den Oberschenkeln abgelegt, stützt sich in der Bewegung aber nicht mit den Händen auf den Knien (oder gar dem Boden) ab, um hochzukommen, sondern hält den Oberkörper aufrecht und nutzt die Muskelkraft in den Beinen.